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Community-Software: Welche ist die richtige für eine unternehmenseigene Plattform?

Die Idee einer eigenen Community und der Wille dazu sind da. Das Konzept steht. Doch welche technischen Optionen gibt es, um eine eigene Community-Plattform zur Vernetzung mit Kunden, Interessenten und Usern aufzubauen?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, die sich in Aufwand, Kosten und Individualisierungsmöglichkeiten erheblich unterscheiden. Maßgebend bei der Auswahl sind hier neben dem Konzept und der strategischen Ausrichtung der zukünftigen Community, daher vor allem auch die verfügbaren Ressourcen in Zeit und Geld. Hier sollte allerdings nicht am falschen Ende gespart werden. Bevor eine eigene Community-Plattform nur halbherzig oder mit sehr geringen Ressourcen hochgezogen wird, ist es in den meisten Fällen besser, das Ganze von vorneherein nicht anzugehen. User stehen dem Kontakt mit unternehmenseigenen Plattformen offen gegenüber. Das Unternehmen hat aber meist nur eine Chance für einen guten ersten Eindruck. Strotz die Plattform vor technischen Fehlern oder ist die Software stark veraltet und nicht auf der Höhe der Zeit, so werden sich die User bald verabschieden und auch bei einer neuen Plattform nicht so schnell wiederkommen.

Welche drei Möglichkeiten gibt es aber nun?

Eigene Programmierung der Community-Software

Die selbstaufgesetzte und programmierte Community-Plattform ist sicher die komfortabelste Lösung. Die Community-Software passt sich nahtlos in die bereits bestehenden Systeme ein. Die Übertragung, Integration und Weiterentwicklung von Kundendaten ist kein Problem. Die Systeme sind alle aufeinander abgestimmt und die Plattform lässt sich genauso aufbauen und individualisieren, wie das Unternehmen es sich für die eigene Community-Plattform wünscht. Auch spätere Erweiterungen und Anpassungen sind kein Problem.

eigene Programmierung CommunityAllerdings erfordert diese Lösung auch viele zeitliche Ressourcen in der internen IT-Abteilung. Steht das benötigte technische Know How für eine eigene Programmierung im Haus nicht zur Verfügung, so gibt es auch IT-Agenturen, die die Entwicklung der Plattform übernehmen können.  Zur Behebung von Problemen und Bugs sollte im Anschluss entweder das technische Wissen im eigenen Unternehmen aufgebaut werden oder ein langfristiger Vertrag mit der entsprechenden IT-Agentur verhandelt werden.

Ein weiterer Nachteil bei der eigenen Programmierung ist, dass auch alle Weiterentwicklungen von der Pike auf programmiert werden müssen und man nicht auf die bestehenden Erfahrungen anderer Unternehmen mit diesen Softwarekomponenten, sowohl was die Programmierung, als auch die Usability und die Nutzung der User angeht,  zurückgreifen kann.

Alles in allem gilt aber, sind die technischen und finanziellen Ressourcen für eine eigene Programmierung oder die Beauftragung einer Agentur vorhanden, so kann man sich auf diese Art und Weise die Community-Plattform aufbauen, die perfekt auf die unternehmenseigenen Bedürfnisse und bestehenden Systeme zugeschnitten ist.

Implementierung einer SAAS-Lösung

Verschiedene Unternehmen bieten eine sogenannte Software-as-a-Service (SaaS) Lösung für Community-Plattformen an. Hierbei werden bestehende Community-Lösungen, die von dem jeweiligen Unternehmen entwickelt wurden, an die bestehenden Bedürfnisse des eigenen Unternehmens angepasst und implementiert. Die Lösung sind hierbei meist modular aufgebaut, so dass eine spätere Erweiterung problemlos möglich ist.

Intern entstehen hierbei nur geringe technische Aufwände für die Anbindung der bestehenden Software an das eigene System. Die Hauptaufgaben in Implementierung, Aufbau und Weiterentwicklung der Community-Software liegen bei dem SaaS- Unternehmen. Finanziert wird das Ganze über ein Lizenzmodell. Zumeist besteht eine Lizenzgrundgebühr in die bereits einige Funktionen und ein Traffic-Paket inkludiert sind. Je nachdem welche Module dann noch hinzukommen, werden monatlich weitere Kosten fällig. Überschreitet der Traffic eine im Voraus definierte Grenze werden in den meisten Fällen auch hier weitere Kosten fällig.

SaaS Anbieter CommunityEin großer Vorteil dieser Lösungen liegt darin, dass für alle Bugs und Weiterentwicklungen der Software das jeweilige SaaS-Unternehmen verantwortlich ist. Auch profitiert man als Unternehmen von den Erfahrungen, die andere Unternehmen bisher bereits mit der Software gemacht haben und Weiterentwicklungswünsche von anderen Unternehmen kommen je nach Vertragsausgestaltung auch dem eigenen Unternehmen zu Gute, wenn man die entsprechend neu programmierten Tools auch auf der eigenen Plattform integrieren kann und darf. Je nach Anbieter und Wünschen ist das System individualisierbar und auf die eigene bereits bestehende Daten-Struktur anpassbar.

Bei der Auswahl des Anbieters ist große Vorsicht geboten. Hat man sich einmal für einen Anbieter entschieden und Zeit und Kosten investiert, so ist es zum einem späteren Zeitpunkt mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden von einem Anbieter auf einen anderen Anbieter oder ein selbstprogrammiertes System zu wechseln. Machen Sie ihre Entscheidung daher nicht nur von den Kosten abhängig, sondern auch von anderen Faktoren. Leider halten nicht alle Anbieter das, was sie im Vorfeld versprechen. Bei der Auswahl der Anbieter gilt daher, sprechen Sie mit Experten, die die einzelnen Software-Lösungen kennen und schauen sie sich die bisherigen Plattformen anderer Unternehmen auf dem Markt an. Gerade im Bereich, Usability, Backend, Modulanpassungen und Moderationsfunktionen unterscheiden sich die einzelnen Anbieter doch erheblich.

Die bekanntesten Anbieter einer Community-SAAS-Lösung in Deutschland sind aktuell:

Voycer
Salesforce
Lithium
Adobe
Brandslisten

Eine SaaS-Lösung ist die beste Lösung für ein Unternehmen, das nicht die technischen Ressourcen und Zeit für eine Eigenentwicklung hat, das aber dennoch eine individualisierbare, modulare und vielfältige Lösung sucht.

Nutzung bestehender Software-Lösungen

Für Unternehmen denen sowohl eine Eigenprogrammierung als auch die Implementierung einer SAAS-Lösung aus verschiedenen Gründen zu viel ist, kann immer noch auf die Nutzung bestehender Software-Systeme zurückgreifen. Diese sind kostengünstiger und auch weniger zeitintensiv, sie bieten aber auch nicht so vielfache Möglichkeiten und kaum Individualisierungen, abgesehen von ein paar Design- und Layout-Anpassungen.

Anbieter hierfür sind unter anderem:

Woltlab
VBulletin
Jive
WordPress mit Buddypress
Drupal

Die Nutzung bestehender Software-Systeme eignet sich eher für kleinere Unternehmen oder Unternehmen, die nur einen gezielten Community-Bereich, wie beispielsweise ein Forum benötigen.

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