Interne Communities: Warum sie für Unternehmen unverzichtbar sind

von | 5. Jun 2023 | Community Arten, Community Aufbau, Community Management, Interne Communities

Zuletzt geändert am 10. September 2023

Mit einer internen Community unterstützen und fördern Sie nicht nur Ihre Kolleg:innen. Sie kultivieren auch neue Verhaltensweisen und Beziehungen über interne Silos hinweg und verbessern unternehmensinterne Arbeitsabläufe.

Interne Communities sind aus modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Sie bieten zahlreiche Vorteile wie eine stärkere Mitarbeiterbindung, einen effektiven Wissensaustausch und die Förderung von Innovationen. 

Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum interne Communities eine wichtige Rolle für Unternehmen spielen und wie sie deren Erfolg aktiv gestalten.

Interne Communities: Was macht diese Community-Art aus?

Interne Communities richten sich an interne Zielgruppen eines Unternehmens, also an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Interne Communities nehmen in der Unternehmenskommunikation einen immer größeren Stellenwert ein. Sie fördern nicht nur den abteilungs- und standortübergreifenden Austausch, sondern stärken auch die individuelle Kompetenz der Mitarbeiter:innen. Indem sie die Möglichkeit bieten, Wissen und Ideen auf einer gemeinsamen Plattform zu teilen, werden sowohl das gesamte Unternehmen als auch die einzelnen Mitarbeiter:innen gestärkt. Sie tragen damit zur Gesamterfolg des Unternehmens und zur individuellen Entfaltung jedes Einzelnen bei.

Der Austausch von Wissen, die optimale Nutzung von Potenzialen und die Mitarbeiterbindung stehen dabei im Vordergrund. Die vorherrschende Form interner Communities sind Communities of Practice.

Interne Communities: Was hat es mit Bottom-up und Top-down auf sich?

Bei internen Communities spielen sowohl Bottom-up- als auch Top-down-Initiativen eine entscheidende Rolle. Beide Ansätze sind eng mit der Leidenschaft und intrinsischen Motivation der Mitarbeiter:innen verbunden, die ihre eigenen Themen aktiv entwickeln und dadurch persönliches Wachstum erfahren.

Doch auch die Unterstützung des Managements ist unerlässlich, um eine Lernkultur im Unternehmen zu fördern und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Was unterscheidet Bottom-up von Top-down?

  • Bottom-up-Initiativen, auch als Graswurzel-Initiativen bekannt, werden von den Mitarbeiter:innen selbst ins Leben gerufen. Hier stammt der Antrieb zur Entwicklung der Community direkt von den Mitarbeitenden. Sie bringen ihre Begeisterung und ihr Engagement ein, um ihre eigenen Interessen und Ideen voranzutreiben. Mitarbeiter:innen engagieren sich freiwillig für Projekte und Maßnahmen, die ihnen wichtig sind und fördern dabei ihr eigenes Wachstum und Wissen.
  • Demgegenüber stehen Top-down-Initiativen, bei denen die Initiative zur Bildung einer internen Community vom Management ausgeht. In diesem Fall erkennt das Management die Bedeutung von Communities und fördert deren Entwicklung gezielt. Es schafft ein Umfeld, in dem die Mitarbeiter:innen ermutigt werden, sich aktiv zu beteiligen und ihre Kompetenzen durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu erweitern.

Um das Potenzial interner Communities voll auszuschöpfen, ist eine Kombination von Bottom-up- und Top-down-Ansätzen notwendig. Entscheidend sind die intrinsische Motivation der Mitarbeiter:innen und ihre Bereitschaft, sich eigenverantwortlich einzubringen. Gleichzeitig ist die Unterstützung des Managements notwendig, um eine Lernkultur zu etablieren, Ressourcen bereitzustellen und den Austausch innerhalb der Community zu ermöglichen.

Wie grenzen sich interne von externen Communities ab?

Um die Unterschiede zwischen internen und externen Communities besser zu verstehen, werfen wir einen Blick auf die jeweiligen Merkmale und Funktionen:

Interne Communities:

  • Sie bestehen aus Mitgliedern einer Organisation und sind in der Regel auf Mitarbeiter:innen beschränkt.
  • Informationen, die in einer internen Community geteilt werden, sind meist vertraulich und werden nicht mit der Öffentlichkeit geteilt.
  • Sie fördern den Wissensaustausch, die Zusammenarbeit und die Vernetzung innerhalb der Organisation.
  • Typische Plattformen für interne Communities sind Enterprise Social Networks und interne Gruppen.

Externe Communities:

  • Sie bestehen aus Personen, die nicht Teil der Organisation sind, wie Kunden, Fans oder Geschäftspartner:innen.
  • Sie richten sich an externe Zielgruppen und dienen der Verbesserung der Kundenerfahrung, zum Aufbau von Markenloyalität und zum Sammeln von Feedback und Ideen.
  • Sie können ein Bestandteil von Marketingkampagnen sein, werden aber auch häufig zur Erstellung von Inhalten, zur Förderung der Kundenbindung und zur Verbesserung des Kundendienstes genutzt.
  • Typische Plattformen für externe Communities sind eigene Plattformen oder Gruppen in sozialen Netzwerken wie LinkedIn oder Facebook.

Profitieren Sie von den Vorteilen interner Communities

Interne Communities fördern Agilität und Innovation im Unternehmen und können sich direkt auf den Unternehmenserfolg auswirken. Weitere wichtige Vorteile, die Sie kennen sollten:

  • Natürliches Hilfesystem: Mitarbeiter:innen finden in internen Communities Unterstützung für ihre beruflichen Herausforderungen. Dank des Wissensaustausches finden sie leichter Gleichgesinnte oder konkrete Fragestellungen, die ihren Anliegen ähneln. Der gemeinsame Austausch und die gemeinsame Erarbeitung einer Lösung stärken zudem den Zusammenhalt der Kolleg:innen. 
  • Informationsaustausch: Interne Communities tragen zum Austausch von Wissen und Best Practices bei. Mitarbeiter:innen können Erkenntnisse und Fachwissen austauschen.
  • Talententwicklung: Interne Communities ergänzen traditionelle Weiterbildungsmaßnahmen. Der direkte Austausch mit Expert:innen aus den eigenen Unternehmensreihen ermöglicht wirksames und praxisnahes Lernen.
  • Innovation: Interne Communities fördern die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg und sind Quelle innovativer Ideen. Hierarchielose Umgebungen ermöglichen den freien Austausch und die Diskussion von Ideen.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Interne Communities erfüllen soziale Bedürfnisse und fördern das Gefühl von Zugehörigkeit und Anerkennung. Sie bieten eine Plattform für den Austausch mit Kolleg:innen und die Wertschätzung von Fähigkeiten.

Diese Vorteile wirken sich auch finanziell aus: Interne Communities sparen Zeit und reduzieren die Kosten für Einarbeitung, Schulungen und Talententwicklung. Zufriedene Mitarbeiter:innen bleiben länger im Unternehmen und verringern die Fluktuation und die damit verbundenen Kosten.

Herausforderungen interner Communities: Mit welchen Stolpersteinen ist zu rechnen?

Der Aufbau interner Communities ist ein vielversprechender Ansatz, um den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit in Unternehmen zu fördern. Es gibt jedoch einige Herausforderungen, die Sie im Auge behalten müssen:

  • Nicht alle Mitarbeiter:innen können kontinuierlich am Computer arbeiten, da sie möglicherweise auf der Fläche, in der Produktion oder an anderen physischen Arbeitsplätzen tätig sind. Dennoch ist es wichtig, diese Mitarbeiter:innen in die Community einzubeziehen, um sicherzustellen, dass sie von den Vorteilen des Wissensaustausches profitieren können. Es müssen Lösungen gefunden werden, um sicherzustellen, dass auch diese Mitarbeiter:innen Zugang zu relevanten Informationen, Diskussionen und gemeinsamen Austausch haben.
  • Mitarbeiter:innen in verschiedenen internationalen Zeitzonen und mit unterschiedlichen Arbeitszeiten aufgrund von verschiedenen Arbeitsmodellen stellen eine weitere Herausforderung dar. Die zeitliche Überschneidung von Kommunikation und Wissensaustausch innerhalb der Community kann sich als schwierig erweisen. Es bedarf einer sorgfältigen Planung und Organisation, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter:innen unabhängig von Zeitzonen und Schichten die Möglichkeiten haben, aktiv an den Community-Aktivitäten teilzunehmen und ihr Fachwissen einzubringen.
  • Die Anerkennung von Community-Arbeit als Teil der Arbeitszeit ist von großer Bedeutung, um den Mitarbeiter:innen Freiräume für die Teilnahme an Communities zu ermöglichen. Oftmals wird das Engagement  in Communities als Zusatzarbeit wahrgenommen, die zusätzlich zur regulären Aufgabenlast kommt. Das kann dazu führen, dass Mitarbeiter:innen sich zurückhalten, da sie nicht noch mehr Arbeit auf sich laden möchten. Deshalb ist es wichtig, klarzustellen, dass die Beteiligung an Communities tatsächlich einen Mehrwert für das Unternehmen darstellt – durch Wissensaustausch, Ideenentwicklung und verbesserte Zusammenarbeit – und daher als regulärer Teil der Arbeitszeit gewertet werden sollte.
  • Die Freiwilligkeit der Teilnahme an Communities wird oft übersehen oder das Engagement wird als selbstverständlich angesehen. Interne Communities beruhen auf der Freiwilligkeit der Mitarbeiter:innen. Sie entscheiden eigenständig, ob und wie sie sich einbringen möchten. Dafür müssen sie die Möglichkeit haben, ihre eigenen Interessen, Kompetenzen und Verfügbarkeiten zu berücksichtigen. Dabei sollte die Teilnahme an der Community nicht als zusätzliche Belastung angesehen werden, sondern als Chance, das eigene Wissen zu erweitern, sich aktiv einzubringen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens zu leisten. Dieses Engagement sollte auch entsprechende Wertschätzung innerhalb des Unternehmens erfahren. 
  • Die Einführung interner Communities erfordert einen Kulturwandel und Veränderungsprozesse, die eng mit der digitalen Transformation verbunden sind. Es geht beim Aufbau von Communities nicht um die Einführung einer technischen Plattform, sondern um die Förderung einer Kultur des offenen Austauschs, des vernetzten Denkens und der Zusammenarbeit. Hierarchische Strukturen werden aufgebrochen, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen auf Augenhöhe kommunizieren und Ideen frei diskutieren können.
  • Das direkte Arbeitsumfeld führt dazu, dass sich viele Mitarbeitenden zunächst zurückhalten. Da die Teilnahme direkt mit ihrem Arbeitsumfeld und ihrem Jobstatus verknüpft ist, können manche Befürchtungen haben, ihre Meinung offen zu äußern oder sich vollständig zu beteiligen. Um diese Barriere zu überwinden, ist es entscheidend, ein vertrauenswürdiges Umfeld zu schaffen, in dem eine offene und ehrliche Kommunikation ohne Furcht vor negativen Konsequenzen gefördert wird. Vertrauensbildung, klare Kommunikationsrichtlinien und die Förderung einer offenen und unterstützenden Kultur sind Schlüsselaspekte, um diese Herausforderung zu bewältigen.
  • Mitarbeiter:innen müssen befähigt und geschult werden, um aktiv in den Communities teilnehmen zu können. Um eine effektive Kommunikation, einen reibungslosen Informationsaustausch und eine aktive Teilnahme an Diskussionen zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter:innen über die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen. Aus diesem Grund sollten Schulungen und Trainingsprogramme angeboten werden, die die Community-Mitglieder bei der Teilnahme unterstützen, ihnen die notwendigen Fähigkeiten vermitteln und ihnen die Scheu vor einer aktiven Beteiligung nehmen.

Beispiele für erfolgreiche interne Communities 

Die folgenden Unternehmen zeigen Ihnen mit ihren internen Communities, worauf es beim Community-Aufbau ankommt, wie Sie Kolleg:innen für diese begeistern und wie vielseitig diese sein können.

Die GUIDE-Community von Continental

Das GUIDE-Konzept der Continental AG wurde als Graswurzel-Initiative ins Leben gerufen und ist heute mit rund 1.500 Mitarbeiter:innen das größte unternehmensinterne Netzwerk von Change Agents. Im Rahmen der Einführung des Enterprise Social Networks „ConNext“ wurden die GUIDEs als freiwillige Veränderungs- und Lernbegleiter ins Leben gerufen, um bei der Nutzung des Netzwerks zu inspirieren und zu unterstützen.

Die GUIDEs spielten eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Einführung von M365 und dem damit verbundenen „New Work Style“. Durch persönliche Betreuung, Wissensaustausch und das Wecken von Neugier trugen die GUIDEs maßgeblich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Das Netzwerk wurde kontinuierlich erweitert und entwickelte sich unter der Leitung von Community Managerin Stefanie Suarez zu einer Community mit einer gemeinsamen Mission: der Etablierung eines modernen, digitalen Arbeitsstils. 

Die GUIDEs investieren rund 10 % ihrer Arbeitszeit in die Förderung einer vernetzten und kollaborativen Organisationskultur.

Interne Communities bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) setzt weltweit Projekte zur Verbesserung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um. In dieser hierarchisch strukturierten Organisation ermöglichen Fachverbände und Communities den Austausch von Fachwissen, kollegiale Unterstützung und sektorübergreifende Innovation.

Mit 21 regionalen und globalen Netzwerken sind sie in der GIZ fest verankert und bieten eine Plattform für lebendigen Wissenstransfer. Hier treffen sich verschiedene Generationen, tauschen Best Practices aus, lernen aus Fehlern und organisieren Coachings und Mentorings. Diese Fachcommunities sind vergleichbar mit einem lebendigen Marktplatz, auf dem Wissen fließt und neue Ideen entstehen. Die technologischen Entwicklungen haben auch neue interne Communities hervorgebracht, die sich mit Themen wie Wissen und Lernen, Kooperation und Führung sowie Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen. 

Sie erreichen Tausende von Kolleginnen und Kollegen, arbeiten transparent und selbstorganisiert und haben das Potenzial, das Unternehmen maßgeblich zu verändern. Erfolgsfaktoren für diese Communities sind zeitliche Ressourcen, leidenschaftliche Community Manager mit Empathie und Vernetzungskompetenz, Raum für länder- und themenübergreifende Vernetzung und die Freiheit, als Bottom-up-Initiativen unabhängig zu denken und zu arbeiten. Insgesamt bieten die internen Communities der GIZ eine einzigartige Möglichkeit, die Organisation zu stärken und auf neue Herausforderungen vorzubereiten.

Daimler und sein Social Intranet

Bei Daimler ist das Social Intranet als Veränderungsmotor für rund 300.000 Mitarbeiter:innen konzipiert. Es bietet jedoch mehr als nur eine Plattform für Unternehmensnachrichten und -informationen. Ein herausragendes Merkmal ist die Community, die das Intranet mit Leben füllt. Jede:r Mitarbeiter:in kann eine Community gründen und damit zum oder zur Community Manager:in werden. 

Diese Offenheit ermöglicht eine vielfältige Nutzung der Communities in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens. Alle finden in den Communities einen Ort des Austauschs, des Lernens, der gegenseitigen Hilfe und der Zusammenarbeit. 

Die Communities sind somit das Herzstück des Social Intranets bei Daimler und fördern die Selbstorganisation, den Wissenstransfer und die Vernetzung der Mitarbeiter:innen über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg. Durch die enge Verzahnung von Menschen und digitalen Tools entsteht ein lebendiges Ökosystem, das den Mitarbeiter:innen die Möglichkeit gibt, Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten und die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Achim Brück bietet als Community Manager für Community Manager allen Mitarbeitenden intern Unterstützung und Fachwissen an. 

Die interne Community “Telekom Green Pioneers”

Die interne Community „Telekom Green Pioneers“ der Deutschen Telekom besteht aus rund 250 engagierten Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Ihr Ziel ist es, Nachhaltigkeit fest in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Ursprünglich als Initiative zur Reduzierung von Plastik, Papier und Verpackungen gestartet, hat sich die Community zu einer breiteren grünen Bewegung entwickelt. Hier treffen sich Mitarbeiter:innen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Kundendienstmitarbeiter:innen über Datenanalyst:innen bis hin zu Finanzexpert:innen. 

Die Community organisiert sich selbst in lokalen und thematischen Hubs, um Ideen auszutauschen. Sie ergreift konkrete Maßnahmen wie das Sammeln alter Mobiltelefone, das Pflanzen von Bäumen und das Aufstellen von Bienenstöcken. Außerdem fördern sie die Nutzung nachhaltiger Alternativen wie der Suchmaschine Ecosia. Die Green Pioneers zeigen, dass nachhaltiges Handeln im Alltag möglich ist. Myriam Quiskamp fördert als interne Community Managerin den Austausch und das Engagement in der Community. 

Selbstorganisierte Communities bei der Telekom

Unter dem Motto “We.Work.New” etabliert die Telekom in selbstorganisierten Communities neue Wege der internen Zusammenarbeit. Die ersten Communities entstanden bei T-Systems bereits im Jahr 2012 und sind heute ein fester Bestandteil des Lernens in der Organisation. Die Communities ergänzen damit die formellen Lernangebote und Plattformen. Der Fokus der Communities liegt auf der Selbstorganisation und der Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeitenden.  

Als Grundvoraussetzung für selbstorganisierte Communities wurden verschiedene Faktoren identifiziert. Diese sind: psychologische Sicherheit, eine ausschließliche freiwillige Teilgabe, die Selbstentfaltung als Grundmotiv, ein gut facilitierter Gruppenprozess, die Vereinbarung von Gruppenvereinbarungen und authentische Rückkopplungen. 

Interne Communities: Bindeglied für vernetzte Mitarbeiter:innen und eine starke Unternehmenskultur 

In Zeiten hybrider Arbeit, in denen die Grenzen zwischen physischen und virtuellen Arbeitsumgebungen verschwimmen, kommt internen Communities eine entscheidende Bedeutung zu. Sie dienen als Bindeglied, um die Mitarbeiter:innen miteinander zu vernetzen und die Unternehmenskultur erlebbar zu machen. 

Letztlich spielt es immer weniger eine Rolle, für welches Unternehmen man von zu Hause aus arbeitet. Die Möglichkeit, an verschiedenen Orten zu arbeiten, ist allgegenwärtig, aber die Verbindung zu den Kolleg:innen und die Identifikation mit der Unternehmenskultur sind das, was wirklich bindet und motiviert.

In diesem Zusammenhang erweisen sich interne Communities gerade in Zeiten des Fachkräftemangels als wirksamer Ansatz, um High Potentials im Unternehmen zu halten und den langfristigen Erfolg zu sichern. Sie ermöglichen den Austausch von Wissen, fördern die Zusammenarbeit über Abteilungen und geografische Grenzen hinweg und schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Engagements.

Indem Unternehmen eine Plattform für informellen Austausch, Kommunikation und das Teilen von Best Practices bieten, tragen interne Communities dazu bei, dass sich Mitarbeiter:innen vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Interne Communities sind ein lebendiges Netzwerk, das Innovation und Kreativität fördert und eine agile und anpassungsfähige Arbeitskultur unterstützt. 

Unternehmen sollten daher die Bedeutung und das Potential interner Communities erkennen und ihnen einen festen Platz in ihrer Organisationsstruktur und ihrem strategischen Denken einräumen. Nur so können sie von den vielfältigen Vorteilen, die diese Communities bieten, profitieren und sicherstellen, dass sie auch in Zukunft als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden.

Sie wollen wissen, wie Sie eine eigene interne Community entwickeln können? Dann schauen Sie sich den LernOS-Leitfaden an und arbeiten Sie Schritt für Schritt an Ihrem Community-Aufbau.

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